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Hannesler Hof

Biologisch aus Überzeugung

Verfasser

Renate

Borschtsch

Osteuropäische Suppe mit Tiroler Bio Zutaten…

…alle Zutaten gibt es von Mitte August bis in den Herbst und Winter hinein bei uns und in Tirol- regional, saisonal und bio…

Zutaten für ca. 4 Personen:

  • 250 g rote Bio Rohnen
  • 1 Stange Bio Lauch
  • 2-3 mittlere Bio Karotten
  • 250 g Bio Weisskraut
  • 250 g Bio Kartoffeln
  • 2 Eßl Bio Öl
  • 2 Eßl Bio Essig oder weissen Balsamico
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Bio Sauere Sahne
  • Bio Dill und Petersilie

Gemüse waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Ein bisschen vom Lauch im Öl glasig dünsten. Rohnen, Erdäpfel, Kraut und Karotten dazu geben. Mit Wasser oder Gemüsesuppe ablöschen (Wasser reicht geschmacklich vollkommmen aus). Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss den restlichen Lauch dazu geben und nochmal ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig würzen. Auf dem Teller einen Löffel Sauerrahm auf die Suppe geben und Dill und /oder Petersilie drüber streuen.

Flammkuchen mit Lauch oder Frühlingszwiebeln

Zutaten

  • 250 g Bio Dinkelmehl
  • 2 Tl Bio Olivenöl
  • 100 ml Wasser
  • 1 Tl Salz
  • 1 Becher Bio Creme fraiche
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 200 g Bio Speck
  • 150 g Bio Mozarella

Mehl, Salz, Öl und Wasser zu einem glatten Teig kneten und ein wenig ruhen lassen.

Danach in 4 kleine Portionen teilen und jeweils sehr dünn ausrollen. Den Teig mit Creme fraiche bestreichen, mit Mozerall bestreuen und mit Speck und Zwiebelringen belegen. Salzen und pfeffern.

Im Ofen bei 260 Grad ca. 10 Minuten backen bis die Flammkuchen knusprig sind.

Tipp:Einmal kochen mehrmals essen…

gleich die doppelte Menge vorbereiten und entweder auf dem Blech einfrieren für einen Tag an dem man keine Zeit zum Kochen hat, oder für den nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

Krautfleckerl

Zutaten

  • 600g Bio Weisskraut
  • 2 Essl. Bio Zucker
  • 100 g gehackte Bio Zwiebeln
  • 200 g Bio Kochschinken
  • Bio Butter
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, 3 cl weisser Balsamico 1 Eßl gehackte Bio Petersilie
  • 12 Bio Lasagneblätter oder Fleckerlnudeln
  • 100 ml selbstgemachte Gemüsebrühe

Aus dem Kraut werden die dicken Rippen herausgetrennt, Das Kraut in 1cm mal 1 cm große Stücke schneiden oder zupfen. Die Lasagneblätter in der Zwischenzeit vorkochen. Diese dann in ca. 3 cm mal 3 cm große Stücke schneiden oder zerrrupfen.

Den Schinken in ebenso große Stücke schneiden und und mit Wasser und Zucker so lange garen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Am besten den Zucker vorher karamellisieren lassen. Mit Balsamicoessig ablöschen und weiter garen bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Dann die Butter und die Zwiebeln zugeben und glasig dünsten.

Das Kraut zufügen, würzen und garen bis es zusammenfällt. Zum Schluss die Nudeln dazu geben und mit der Gemüsebrühe aufkochen.

Wie verwendet man Radicchio

Radicchio als Salat

Die Blätter vorher ca. eine halbe Stunde lang in lauwarmes Wasser legen, die Bitterstoffe werden vom Wasser aufgenommen. Danach den Radicchio gleich essen. Legt man ihn wieder in den Kühschrank, wird er wieder bitter.

Radicchio lagern

Radicchio hält sich sehr lange im Kühlschrank oder im kühlen Keller. Auch wenn die äußeren Blätter welken, bleibt er innen sehr lange frisch. Im Kühlschrank ist er locker ca. 4 Wochen haltbar. Dafür entweder denganzen Kopf ins Gemüsefach legen oder bereits die Blätter lösen und waschen und in einer Schüssel mit Deckel (nicht ganz schliessen) oder in der Salatschleuder aufbewahren.

Kochen mit Radicchio

Mediterrane Gemüsepfanne mit Radicchio

Zu einer bunten mediterranen Gemüsepfanne z.B mit Bio-Karotten, -Paprika, -Fenchel, -Zucchini und -Tomaten passt Radicchio hervorragend. Zuerst die Karotten, dann den Fenchel und die Paprika und zum Schluss die Zucchini  in Olivenöl anbraten und dünsten. Ganz zum Schluss, wenn das Gemüse schon fertig ist, den in Streifen geschnittenen Radicchio hinzugeben und ca. 3 Minuten mitdünsten. Mit frischen Kräutern wie Oregano, Basilikum, Bergbohnenkraut ect. oder unserer mediterranen Gewürzmischung würzen.

Radicchio nach dem Rezept von Erica aus Ventien

Pro Radicchio Kopf wird eine Zwiebel oder dementsprechend viel Lauch oder Bundzwiebel in der Pfanne in Olivenöl gebraten bis die Zwiebeln goldgelb sind. Die Zwiebel verleihen dem Radicchio Süße. Umso süßer man es mag, umso mehr Ziebeln verwendet man. Dann wird der geschnittene Radicchio zugegeben und ca. 5 Minuten mitgedünstet. Salzen und pfeffern.

Das Gemüse passt z.B. zu Pasta mit Parmesan oder auch zu Salzkartoffeln.

Risotto mit Radicchio

Der Radicchio wird wie oben beschrieben zubereitet. Danach wird der Risottoreis zugegeben. Den Risottoreis kurz im Öl braten, danach immer wieder mit Flüssigkeit aufgiessen z.B. Gemüse oder Hühnerbrühe, Weisswein oder einer Mischung aus beidem. Zum Schluss den Risotto würzen, kalte Butter unterschlagen und mit Parmesan servieren.

 

 

Zucchinauflauf mit Oregano und Feta- geht auch mit Kürbis oder Karotten

Reis oder Hirse vom Vortag übrig oder zu viele Zucchini?

Zutaten

2 Bio Zwiebeln, eine Bio Knoblauchzehe (wer keine Zwiebeln mag oder verträgt, lässt sie einfach weg, schmeckt genauso)

4 kleine oder zwei grosse Bio Zucchini geraspelt

120 g Hirse oder Reis

2 Eßl Olivenöl

2 Eier

1/2 Bio Topfen

Bio Feta

Salz, Pfeffer, Bio Oregano

 

Zubereitung

Zwiebeln und Knoblauch in dem Olivenöl glasig dünsten. Geraspelte Zucchin dazu und dünsten bis alles Wasser verdampft ist. Gekochten Reis oder Hirse mit Topfen, Eigelben, Salz und Peffer mischen. Die Zucchini dazu geben, mit Oregano würzen und zum Schluss das geschlagene Eiweiss drunter heben. Alles in eine gefettete Auflaufform geben und mit Fetawürfeln bestreuen. 30-45 Minuten im Ofen bei 180 Grad backen.

Tip:

Zu viele oder zu große Zucchini im Sommer raspeln und in der benötigten Menge für den Auflauf einfrieren- im Winter mit eigenen oder regionalen Biozucchini vom Sommer den Auflauf kochen- spart uns, im Winter Gewächshauszucchini zu kaufen…

Variation mit Kürbis und oder Karotten

Die Zucchini kann man im Herbst und Winter einfach mit Kürbis und oder Karotten ersetzen.

Gegrillte Zucchini

Vielfältige Möglichkeiten mit gegrillten Zucchini

Zucchini lassen sich sowohl im Ofen, in der Pfanne als auch auf dem Grill herrlich zubereiten.

Dafür die Zucchini entweder längs oder quer in 1cm dicke Scheiben schneiden. Wichtig ist, dass die Zucchini nicht zu dünn geschnitten werden.

Im Ofen:

Die Scheiben auf ein geöltes Blech, in eine Auflaufform oder auf den Rost legen, mit Olivenöl bepinseln und im Backrohr grillen. Zwischendurch die Zucchini einmal wenden, wenn sie braun sind.

Auf dem Grill:

Die Scheiben mit Olivenöl bespinseln,  Auf dem Grill die Zucchini stets wenden, dass sie nicht anbrennen. Wenn sie auf beiden Seiten braun sind, vom Rost nehmen und noch einige Zeit im geschlossenen Grill nachgaren.

In der Pfanne:

In einer großen beschichteten Pfanne die marinierten Scheiben auf beiden Seiten stark anbraten.

Tipp:

Die gegrillten Zucchini können nachträglich noch mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern wie Oregano, Bergbohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Salbei,…. mariniert werden. Im Kühlschrank halten sie sich einige Tage. Die gegrillten Zucchini schmecken als Gemüsebeilage zum Grillen, in den Salat, als Antipasti,  aufs Brot oder auf die Pizza. Am besten schmeckt uns frisches Dinkelbrot mit Streichkäse und darauf eine gegrillte Zucchinischeibe….

 

Zucchinikuchen mit Dinkelmehl

Einfacher, schneller Tassenkuchen

 

Zutaten

  • 3 Tassen Bio Dinkelmehl je nach Belieben Vollkorn, Weiss oder gemischt- unser Dinkelvollkornmehle verleiht dem Kuchen eine nussige Note.
  • 2 Tassen geriebene/geraspelte Bio Zucchini
  • 2 Tassen Bio Zucker
  • 1 Tasse Bio Sonnenblumenöl oder Bio Rapsöl
  • 3 Bio Eier
  • Weinstein Backpulver
  • Bio Vanillezucker
  • Salz

 

Zubereitung

Die Zucchini mit einer Tasse Zucker, dem Vanillezucker, dem Öl und den Eidottern verrühren.

Eiweiss mit einer Tasse Zucker schlagen.

Mehl mit dem Backpulver und Salz vermischen, und abwechselnd mit dem Eischnee unter die Zucchinimasse rühren.

In gefettete Backform füllen und ca. 1 Stunde bei 180 Grad im Ofen backen.

Mit Staubzucker und Sahne servieren.

Tipp: Zucchinikuchen im Winter

In der Zucchinsaison im Hochsommer weiss man manchmal gar nicht wohin mit so vielen Zucchinis. Die Zucchini die zu viel oder auch zu groß sind, einfach in der Küchenmaschine raspeln und für den Winter einfrieren (am besten vorher zwei Tassen pro Beutel abmessen). Im Winter schmeckt der Zucchinkuchen besonders gut mit einer Prise Zimt im Teig!

ORF Beitrag zum Nachsehen

Letztes Jahr durften wir im Rahmen der ORF Produktion von „Mutter Erde“ zum Thema „Essen verschwenden ist Mist“ unsere Bio Gemüse Kooperative vorstellen. Wer den Beitrag gerne sehen möchte, kann ihn jetzt hier anschauen:

Alle reden von Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität- wir setzen es um…

Die Schlagworte Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit sind zur Zeit in aller Munde- uns wird immer bewusster, dass wir nicht einfach so weiter machen können wie bisher, unseren Planeten und ander Völker nicht ungestraft immer weiter ausbeuten können- Klimawandel, Terror, drohende Ressourcenknappheit sind alltägliche Themen in den Nachrichten und rücken immer näher an unsere eigene Lebensrealität heran.  Industrie und Handel nutzen den Trend zum gesünder/fairer/veganer und ohne Gewissensbisse konsumieren und wir lassen uns gerne davon täuschen um unser Gewissen zu beruhigen. Wir schieben die Schuld für alles was schief läuft auf die Politik und die bösen Großkonzerne, dabei müssen wir begreifen, dass wir mitverantwortlich für alle diese Probleme sind. Unser verschwenderischer Lebensstil ist die Ursache für Lebensmittelüberproduktion, Klimawandel, Ressourcenverschwendung und die Ausbeutung anderer Völker. Doch wie können wir das alle umkehren? Ich bin der festen Überzeugung, dass wir bei uns selbst anfangen müssen. Es sind nicht immer die großen und politischen Aktionen, sondern unser eigener Lebensstil  und kleine Änderungen, mit denen wir viel bewirken und ändern, und letztendlich auch Einfluss auf  Politik und Wirtschaft ausüben können. Es nützt nicht viel sich darüber aufzuregen, wieviele Lebensmittel weggeworfen werden, wenn man selbst in den Supermarkt geht und nur nach dem schönsten und größten Produkt greift und somit die Überproduktion unterstützt. Wir müssen uns fragen, was wir denn selbst beitragen können, um die Welt ein bisschen zu verbessern- ganz nach unserem Motto „Sei Du selbst die Veränderung die Du Dir wünschsst für die Welt“?

Mit der Bio Gemüse Kooperative versuchen wir, Lebensmittel und Ressourcenverschwendung und Verpackungswahnsinn entgegen zu wirken. Der Sinn hinter der Bio Gemüse Kooperative ist vor allem, dem was gerade am nächsten bei uns wächst und was in einer umweltverträglichen, biologischen und natürlichen Weise produziert wird, den Vorzug zu geben und auf die inneren Werte der Lebensmittel zu schauen. Ganz nebenbei sparen wir Ressourcen, Verpackungen, CO2 und Energie und versorgen Menschen aus unserer direkten Umgebung mit gesunden Lebensmitteln.

Einsatz gegen Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung

„Die Europäische Kommission schätzt, dass in der EU pro Person und Jahr 173 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen werden. Das macht insgesamt 88 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr. 53 % aller weggeworfenen Lebensmittel gehen dabei auf das Konto der privaten Haushalte. In einem durchschnittlichen Haushalt wird ein Viertel der eingekauften Lebensmittel weggeworfen, vieles davon ungeöffnet. 30 % landen bei Landwirtschaft und Produzenten im Müll, 12 % in der Gastronomie und 5 % im Handel.“(https://www.muttererde.at/fakten/).

Uns ist es wichtig, auf solche Misstände aufmerksam zu machen und dagegen zu wirken. Das Konzept der Bio Gemüse Kooperative an sich hilft schon dabei, Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung vorzubeugen, da wir Gemüse nur für die Anzahl der teilnehmenden Haushalte anbauen und somit Überproduktion vermeiden.Die Teilnehmer melden sich am Anfang eines Erntejahres bei uns an und geben mittels einem Vertrag ihr Versprechen ab, die Ernte regelmässig abzuholen. So wissen wir genau, wie viel wir produzieren müssen.

Unsere Karotten

In Supermärkte gelangt nur formschöne, große und gut aussehende Ware.  Weil die Konsumenten sich immer die schönsten und größten Produkte raussuchen und alles andere nicht verkauft werden kann, wird der Rest schon vorab von den Produzenten aussortiert und großteils weggeworfen. Bei uns kommen alle Karotten in die Erntekisten, auch die Zweibeinigen, Verformten und die Kleinen.  Ebenso gibt es bei uns auch kleine Kartoffeln, mit denen man sehr gut ganz schnelle tolle Beilagen oder einfache Hauptgerichte zaubern kann- denn es muss nicht lästig oder mehr Aufwand sein, mit den bei uns verfügbaren Lebensmitteln zu kochen.

Der sogenannte Earth Overshoot Day, der Tag, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen eines ganzen Jahres erschöpft hat, lag 2016 bereits am 8. August (http://www.overshootday.org/). Uns muss bewusst sein, dass der Preis für die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln, die Überproduktion und das Wegwerfen von Lebenmitteln ist und somit das Verschwenden von Ressourcen wie z.B. Wasser, Energie und Arbeitszeit bedeutet. Bei der Bio Gemüse Kooperative muss nichts weggeworfen werden, denn die  Teilnehmer bekommen  genau das, was gerade bei uns wächst und auch so wie es wächst. Sie übernehmen Verantwortung  und überlegen sich zu Hause, was sie daraus zubereiten wollen, bevor sie weitere Zutaten aus anderen Quellen kaufen.

Umstellung der Lebensgewohnheiten und bewusster leben

Sich beim Kochen und Essen nach dem Angebot zu richten, bedeutet für einige Teilnehmer der Bio Gemüse Kooperative anfänglich sicherlich eine Umstellung in ihren Lebensgewohnheiten. Mit dem zu kochen, was gerade bei uns verfügbar ist und nicht nach reinem Lustprinzip einzukaufen ist ungewohnt und wird in der heutigen Zeit von vielen als lästig oder gar als Einschränkung in der Entscheidungsfreiheit empfunden.  Zu Großmutters Zeiten war es noch normal zu essen, was man zur Verfügung hatte, für jeden Hobbygärtner ist es eine Selbstverständlichkeit und für die Umwelt und unsere CO2 Bilanz wäre es am Sinnvollsten. Niemand der sein eigenes Gemüse anbaut, käme auf die Idee, die mühsam gezogenen Zucchini oder den vor Schnecken verteidigten Salat wegzuwerfen, weil man gerade Lust auf was anderes hat- weil das was man selbst produziert einen höheren Wert für uns hat. Wer weiss, wie viel Arbeit dahinter steckt, wird sein Lebensmittel anders zu schätzen zu wissen und sicherlich nichts davon wegwerfen. Bis z.B. unsere Erdäpfel in den Erntekisten der Teilnehmer landen, haben wir jede einzelne Kartoffel mindestens fünfmal in der Hand: beim Vorkeimen, beim Legen, beim Ernten, beim Sortieren, beim Einfüllen. Vom Vorbereiten des Ackers über das Legen der Kartoffeln, Unkraut jäten, Käfer absammeln bis zur Ernte, bei der die Kartoffeln maschinell gerodet, d.h. aus dem Boden herausgegraben werden, und anschliessend von Hand aufgesammelt werden, steckt doch ganz schön viel Arbeit in den Kartoffeln. Da versteht sich natürlich von selbst, dass wir keine Kartoffeln wegwerfen- auch nicht die Kleinen. Und das möchten wir auch den Teilnehmern der Bio Gemüse Kooperative vermitteln.

unsere Kartoffeln Ditta und Laura
Kartoffeln in verschiedenen Größen

Qualität wird häufig mit dem Aussehen, der Sauberkeit und dem ständigen Angebot verwechselt. Viele Leute erzählen,  sie seien so „verwöhnt“ vom Supermarkt, dabei ist ihnen gar nicht bewusst, dass sie nicht verwöhnt, sondern getäuscht sind. Getäuscht von glänzenden polierten Äpfeln, sauberen einheitlichen Karotten, vom dauerhaften Überangebot und psychologischen Tricks die in Supermärkten eingesetzt werden, um uns zum Kaufen zu animieren. Da werden Einkaufswägen so designed, dass die bereits im Wagen liegenden Produkte aus unserem Sichtfed verschwinden, Lebensmittel werden gezielt in Regalen platziert, Verpackungen  werden größer gemacht, um mehr Inhalt vorzugaukeln, die Gänge und Wege werden so angelegt, dass wir überall vorbei gehen müssen und vieles mehr. Da drängt sich doch unvermeidlich die Frage auf, ob wir in unseren Einkaufsentscheidungen eigentlich wirklich so frei sind, wie wir das glauben. Kurz- es geht wie immer um den Profit und wir lassen uns so leicht und gerne täuschen. Es ist uns zu lästig, uns genauer mit unseren Lebensmitteln und deren Produktion zu beschäftigen, für so etwas fehlt uns einfach die Zeit und auf dem Produkt steht ja „regional“ oder „natürlich“, damit können wir unser Gewisssen ganz schnell beruhigen und müssen nicht weiter darüber nachdenken.

Die Regionalitätslüge

Regionalität ist gerade der große Trend auf den natürlich  auch die Supermärkte aufspringen und mitfahren wollen, selbstverständlich um den Profit der mit diesem Trend zu machen ist, abzuschöpfen. Dabei wird häufig in die Trickkiste gegriffen. Mit dem Begriff Regionalität wird viel Schindluder getrieben, was auch leicht möglich ist, denn der Begriff ist keine geschützte Bezeichnung. Jeder kann seine Bedeutung von Regionalität für sich selbst definieren und sein Produkt „regional“ nennen. In Umfragen wurde ermittelt, was  Konsumenten mit einem regionalen Produkt verbinden bzw. was sie sich davon erwarten. Gute Qualität, Frische, Sicherheit und ein größeres Vertrauen in die Herstellung stehen dabei an oberster Stelle. Wir müssen aber wissen, dass ein Produkt nur weil es aus einer bestimmten Region stammt oder dort produziert wird, noch lange nicht automatisch gute Qualität und schon gar keine umweltverträgliche Produktion garantiert. Verbraucher sollten sich darüber bewusst sein und auch bei Waren die mit den Worten „regional“ oder „aus der Region“ bezeichnet sind, nochmal genauer prüfen, welche Regionalitätsdefinition bei dem jeweiligen Hersteller oder Supermarkt zum Einsatz kommt und was sie sich selbst von einem regionalen Produkt wünschen. Dabei kann man sich ganz einfach überlegen, was man sich  für die Region wünscht, in der man lebt. Spritzmittel, Überdüngung, Monokulturen oder biologisch bewirtschaftete Felder und Wiesen mit vielen Blüten für Insekten und Bienen und eine vielfältige Landschaft?

Wie ein Lebensmittel produziert wurde und ob es gerade Saison hat, sollte bei der Einkaufsentscheidung an erster Stelle stehen.

Mit der Bio Gemüse Kooperative haben wir beide Punkte abgedeckt: Das Gemüse wird biologisch produziert und die Verbraucher bekommen regionale und damit automatisch saisonale Ware. Vom Feld zum Lager sind es nicht  einmal fünf Minuten, die Teilnehmer stammen aus dem Dorf oder Nachbarorten.

Wir benutzen  keine Verpackungen, jeder Teilnehmer hat seine eigene Schüssel in der Salat und Mangold gewässert wird, und Gläser für die frischen Kräuter und Blumen. Das bedeutet für uns mehr Aufwand, ist uns aber lieber als Verpackungen zu verwenden.

 

Ringelblumen für die Bienen auf unserem Gemüsefeld
Ringelblumen für die Bienen auf unserem Gemüsefeld

Ein Umdenken muss stattfinden

Wenn wir alle unsere Einkaufs- und Kochgewohnheiten ein wenig umstellen- das bedeutet nicht, dass wir keine Bananen und im Winter keinen Salat mehr essen dürfen-sondern einfach so oft wie möglich dem den Vorzug geben, was wir an umweltverträglichen Produkten in der Nähe zur Verfügung haben, könnten wir ganz locker und nebenbei sehr viel CO2  und Energie sparen. Zusätzlich würden wir auch noch die Biolandwirtschaft in unserer Gegend unterstützen und somit die Biodiversität fördern, die Bienen schützen und unsere Landschaft in der wir leben positiv mitgestalten. Und wenn wir uns bewusst über die Hintergründe und über die manipulative Kraft von Werbung und der Industrie und Großkonzerne werden, Unterschiede schmecken, riechen, sehen und spüren, werden wir nicht mehr das Gefühl haben auf etwas zu verzichten, sondern wir werden wissen,  was wir gewinnen:

gesunde, umweltverträglich produzierte Lebensmittel und eine gesunde Umwelt.

 

 

 

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