Wie läuft das Ganze konkret ab?

Du meldest Dich bei uns an, und überweist einen fixen monatlichen Beitrag auf unser Konto. Wir bauen für Dich das Gemüse an und füllen in der Saison im Normalfall wöchentlich Deine persönliche Erntekiste, die in unserem Abholraum am Hof steht, für Dich auf. Immer Donnerstag ab 14:00 kannst Du dann Deine Ernte durchgehend jederzeit bis Freitag Abend abholen.

Im Abholraum kannst Du Dich selbst an den Kartoffeln bedienen, die sind in Deinem monatlichen Beitrag enthalten.

Zusätzlich zum Gemüse und den Kartoffeln gibt es immer wieder weitere haltbare Produkte aus unserer Produktion, die Du im Abholraum kaufen kannst. z.B. Teemischungen, Kräutersalze oder Getreide. Für das Getreide steht im Abholraum eine Mühle, die Du benutzen darfst. Du kannst diese Zusatzprodukte direkt bar in die Kasse bezahlen, oder überweisen.

Warum ist eine Anmeldung notwendig?

Die Bio Gemüse Kooperative ist eine Gegenbewegung zum herkömmlichen Wirtschaften und Konsumieren. Sie stützt sich auf faire und langfristige Beziehungen zwischen den TeilnehmerInnen der BIGEKO und uns ProduzentInnen. Die TeilnehmerInnen übernehmen mit ihrer Anmeldung Mitverantwortung für die Art und Weise wie ihre Lebensmittel angebaut werden und tragen das Risiko der landwirtschaftlichen Produktion mit.

Mit Deiner verbindlichen Abnahme über die Saison gibst Du uns Planungssicherheit, hilfst dabei, Ressourcen zu schonen und Überproduktion zu vermeiden (siehe Grafik).

Du ermöglichst uns, unabhängig vom Preisdruck des Marktes, der dazu führt, dass die Lebensmittelproduktion hauptsächlich ökonomische Ziele verfolgen muss, zu arbeiten. Auf diese Weise entsteht Raum und Freiheit für einen kleinstrukturierten individuellen Anbau, den Erhalt alter und seltener Sorten und die Förderung der Biodiversität. Du förderst mit Deiner Anmeldung das Bestehen kleinstrukturierter, individueller bäuerlicher Landwirtschaft und setzt ein Zeichen gegen Agrarindustrie und Lebensmittelkonzerne.

Wann kann ich mich anmelden?

Je eher Du Dich anmeldest, desto besser ist das für unsere Anbauplanung. So lange wir noch Flächenkapazitäten, Saatgut und Pflanzen für den Anbau Deines Gemüses frei haben, kannst Du Dich anmelden. Frag uns einfach auch im Laufe der Saison telefonisch oder per email.

Wann beginnt die Erntesaison und wie lange dauert sie?

Die Erntesaison beginnt im April und endet frühestens Ende Dezember. Die Saison verlängert sich danach so lange, wie wir noch Lager- und Feldgemüse zu verteilen haben. 2019 konnten wir die TeilnehmerInnen bis Ende Febraur, 2020 bis Ende Jänner mit Gemüse versorgen.

Wie oft gibt es eine Ernte?

Im Normalfall gibt es wöchentlich eine Ernte. Da wir aber auf die Natur und das Wetter angewiesen sind, können Ernten auch mal ausfallen. 2019 fing die Erntesaison aufgrund des langen Winters erst im Mai an, 2020 konnten wir bereits den ganzen März hindurch säen und pflanzen, daher gab es für die TeilnehmerInnen bereits im April das erste frische Gemüse.

Insbesondere am Anfang und am Ende der Saison, wenn es noch wenig oder nicht mehr so viel zu ernten gibt, kommt es vor, dass es nur einmal, zweimal oder dreimal im Monat eine Ernte gibt. Je nachdem wie lange der Winter dauert und wie früh wir pflanzen und säen können, kann es auch sein, dass es zum Beispiel im April noch gar keine Ernte gibt.

Welches Gemüse wird angebaut?

Hier findest Du die Auflistung aller Gemüsesorten, die wir anbauen. Wir bauen alles auf freiem Feld an und haben keinen Tunnel oder Gewächshaus. Am Anfang der Saison machen wir eine Umfrage unter den TeilnehmerInnen, in der wir ermitteln, welche Gemüse besonders oder weniger beliebt sind.

Was passiert, wenn ich meine Ernte mal nicht abholen kann?

Wenn Du Deine Ernte mal vergisst, kannst Du sie natürlich auch nachträglich noch bei uns abholen, wenn Du uns früh genug Bescheid gibst. Wenn Ernten nicht abgeholt werden, verbrauchen wir nämlich ansonsten das Gemüse bevor es welk wird.

Was ist, wenn ich in Urlaub fahre?

Die meisten TeilnehmerInnen geben ihre Ernte in dieser Zeit an Nachbarn, Verwandte oder Freunde weiter. Wenn Du gar keine andere Möglichkeit hast und niemand Dir Deine Ernte abnimmt, kannst Du eine gewisse Anzahl an Jokern pro Erntesaison einlösen. Dafür teilst Du uns spätestens eine Woche vor der Abholung mit, dass Du einen Joker ziehst. In diesen Wochen befüllen wir Deine Erntekiste nicht und Du musst die Ernte auch nicht bezahlen.

Wie viel Gemüse bekomme ich?

Du wählst am Anfang der Saison, wie viele Anteile von der Ernte Du haben möchtest. Das hängt von Deinem Verbrauch und Deinen Lebensgewohnheiten ab.

Welche Varianten Du wählen kannst, steht demnächst hier (GERADE IN BEARBEITUNG):

Mini Ernteanteil für sehr geringen Verbrauch. Singles, die nur am Wochenende Zeit zum Kochen haben und wenig Gemüse essen, Leute, die sich zu einem großen Teil aus ihrem eigenen Garten versorgen, aber noch ein ganz bisschen was zusätzlich benötigen, zum Beispiel als Sicherheit, wenn im eigenen Garten mal wieder die Schnecken gewütet haben. Wir bemühen uns, diesen TeilnehmerInnen hauptsächlich kleines Gemüse zu geben, zum Beispiel kleine Salatköpfe, sodass es locker aufgebraucht werden kann. Es gibt maximal einen Salat pro Woche.

Den Minianteil haben wir speziell dafür eingeführt, um Singles auch eine Teilnahme zu ermöglichen, und um diese nicht zu benachteiligen und ist daher ausschließlich Singles oder Selbstversorgern vorbehalten!

Wir beraten Dich vor Vertragsabschluß gerne über die Menge an Ernteanteilen, die zu Deinen Koch- und Lebensgewohnheiten am Besten passen.

Kann ich die Ernteanteile während der Saison wechseln?

Der Sinn Deiner Anmeldung ist ja wie oben beschrieben, die Planungssicherheit und die Vermeidung von Überproduktion. Wir bauen das Gemüse für Dich an, setzen Arbeitskraft, Zeit und Geld dafür ein. Daher kannst Du Deine Ernteanteile während der Saison nicht reduzieren. Sollten wir noch Feldkapazitäten frei haben, kannst Du aber die Anzahl Deiner Ernteanteile während der Saison erhöhen.

Wie viel kostet eine Teilnahme?

Die genauen Preisangaben bekommst Du von uns bei unserem persönlichen Informationsgespräch.

Wie bezahle ich?

Die monatlichen Beiträge überweist Du auf unser Konto. Barzahlungen sind nicht möglich. Um es so einfach und bequem wie möglich zu halten, und damit Du die Überweisung nicht vergißt, richtest Du am Besten einen Dauerauftrag ein.

Ich kenne nicht alle Gemüsesorten und habe wenig Erfahrung beim Umgang und deren Zubereitung

Wir wollen die TeilnehmerInnen gerne unterstützen und stellen regelmässig Rezepte mit unseren Produkten auf die Homepage. Auf einer Tafel im Abholraum steht außerdem jede Woche, welches Gemüse Du in Deiner Erntekiste findest. Natürlich kannst Du Dich bei Fragen auch immer an uns wenden.

Kann ich mir aussuchen, was ich bekomme?

Stell Dir vor, Du hast einen eigenen Garten und baust dort Gemüse an. Du steckst viel Zeit, Energie und auch einiges an Geld für Deine Werkzeuge, Dein Saat- oder Pflanzgut in Deinen Gemüsegarten. Es ist Anfang Mai und Du hegst und pflegst Deine Pflanzen und erfreust Dich am Wachstum. Du hast das Beet umgestochen, Mist oder Humus eingearbeitet, die Pflanzen selbst mühsam aus Samen gezogen oder sie in der Gärtnerei gekauft, sie gepflanzt, gegossen, vor Fraßschäden durch Schnecken oder Hasen geschützt. Bald schon siehst Du die ersten Erfolge, die ersten Radieschen und der Spinat sind erntereif. Nach ein bis 2 Wochen sind die ersten Salatköpfe schon soweit, dass sie geerntet werden können und so weiter und so fort. Wenn Du die Radieschen oder den Spinat oder den Salat aber nicht bald erntest, und sie zu lange im Garten stehen läßt, schießen sie auf und sind nicht mehr genießbar. Es würde Dir doch nie in den Sinn kommen, Dein hart erarbeitetes Gemüse, das so knackig und frisch im Beet steht, und demnach unglaublich gut riecht und schmeckt, einfach stehen und verkommen zu lassen, weil Du in der Woche lieber Zucchini oder Paprika essen magst?

Und genauso ist es bei der Bio Gemüse Kooperative. Jede Pflanze, jede Frucht wurde von uns gehätschelt und gepäppelt, vor Frost und Wildtieren geschützt, gegossen und gedüngt, eventuell haben wir Schädlinge abgesammelt, auf jeden Fall ziemlich oft Unkraut gejätet, damit die Pflanze gut wächst. Wenn sie erntereif ist, wollen wir sie auch ernten und sie genießen und nicht wegwerfen, weil in dieser Woche vielleicht die Hälfte der TeilnehmerInnen gerade Lust auf was anderes hat.

Erst in den letzten Jahrzehnten unserer Überfluß- und Wegwerfgesellschaft werden Lebensmittel so produziert, dass alles ständig und im Überfluß zur Verfügung steht. Wir denken, wir wären „verwöhnt“ und es sei ein Luxus, dass wir immer alles haben können, was uns gerade anspricht. Wir sind aber nicht verwöhnt, sondern getäuscht. Getäuscht und verführt durch niedrige Preise und durch psychologische Tricks, die in Supermärkten und der Werbung angewandt werden. Der wahre Luxus liegt in der Qualität, der Art und Weise der Herstellung und der Regionalität und Deiner freien Entscheidung für Geschmack, Frische, Qualität, Regionalität, Nachhaltigkeit und faire lokale Handelsbeziehungen.

Alles rein nach dem Lustprinzip zu kaufen ist nicht nachhaltig und auch nicht natürlich. Da wollen wir nicht mitmachen, im Gegenteil stellen wir mit der Bio Gemüse Kooperative ein absolut gegensätzliches Konzept. Unserer Meinung nach muss ein Umdenken stattfinden und so wollen wir auch handeln. Wir erleben, dass der Gewinn um einiges mehrwertiger ist,als der vermeintliche Verlust der freien Entscheidung. Der Gewinn ist Gesundheit, Geschmack, Frische, Transparenz, Vitamine, Freude, Erlebnis,…

Die Ernte richtet sich bei uns demnach nach dem saisonalen Angebot. Unser Verständnis von Nachhaltigkeit ist, dass wir uns nach der Natur richten. Das schont Ressourcen und schmeckt auch besser. Was gerade erntereif ist, wird geerntet und gleichmässig auf alle TeilnehmerInnen aufgeteilt. Für alle Fälle gibt es eine Tauschkiste, in die Du Gemüse hineinlegen kannst, das Du gerade nicht benötigst und umgekehrt alles was in der Tauschkiste liegt mitnehmen darfst.

Ich habe Allergien oder Unverträglichkeiten, kann ich bestimmtes Gemüse „abbestellen“?

Grundsätzlich erhalten alle TeilnehmerInnen dasselbe Gemüse, bei Allergien oder Unverträglichkeiten wollen wir Dir aber gerne entgegenkommen. Gerne beraten wir Dich auch bezüglich Kreuzallergien, Unverträglichkeiten, FODMAPs und Allergien.

Wenn Du uns vor Vertragsabschluß mitteilst, was Du nicht essen darfst, bauen wir dieses Gemüse für Dich nicht an und ersetzen es, wenn möglich durch anderes Gemüse. Wir können allerdings nicht garantieren, dass das Gemüse immer ersetzbar ist.

Ich bin mehrere Monate nicht hier, kann ich trotzdem mitmachen?

Wir wollen gerne jedem, der mitmachen möchte, auch die Möglichkeit dazu geben, allerdings wollen und müssen wir den Anbau und das Gemüsejahr gut planen. Wenn Du über einen längeren Zeitraum nicht da bist, teilst Du uns das am Besten bei Deiner Anmeldung mit, dann können wir den Anbau passend planen. Mitten in der Saison ist es nicht möglich, für mehrere Monate zu pausieren, wenn Du uns das vorab nicht mitgeteit hast, weil wir das nicht einplanen konnten und wir bereits Saatgut, Pflanzen, Betriebsmittel und Arbeitszeit für Dein Gemüse eingesetzt haben.

Kann ich auch ohne mich anzumelden, ab und zu Gemüse kaufen?

Wenn Menschen nur ab und zu etwas kaufen wollen, können wir das nicht einplanen, müssten immer Gemüse bereit halten und wissen nicht, ob das dann gekauft wird oder nicht. Die Folge ist, dass wir Gemüse im Überschuß produzieren müssten, damit wir immer was extra zum Verkauf zur Verfügung haben, und einiges davon wegwerfen müssten, weil gerade mal niemand vorbei kommt. Denn seien wir mal ehrlich, wenn das Angebot nicht groß genug und dauerhaft ist, macht es für Dich ja auch keinen Sinn, extra bei uns rein zu schauen. Also wären wir wieder in der altbekannten Schleife, im alten Modell, das unserer Meinung nach kränkelt und dringend überholt gehört.

Wir bauen daher für die angemeldeten TeilnehmerInnen der BIGEKO Gemüse an, sodass es keine Überproduktion und Ressourcenverschwendung gibt. Wir wissen genau, wieviele Pflanzen, wieviel Saatgut und wieviel Fläche wir benötigen, um die TeilnehmerInnen zu versorgen und planen unseren Anbau bereits im Frühling sorgfältig.

Das bedeutet nicht nur, dass wir außerhalb der Koop kein frisches Gemüse (gilt nicht für Kartoffeln) übrig haben, sondern auch, dass wir keine Überproduktion und dadurch Verschwendung von Ressourcen und das Wegwerfen von wertvollen Lebensmitteln in Kauf nehmen wollen, um Gelegenheitseinkäufe zu ermöglichen.

Ich möchte gerne Kartoffeln kaufen oder Kraut zum Sauerkraut machen

Kartoffeln kannst Du auch außerhalb der Bio Gemüse Kooperative bei uns kaufen, weil wir die gut lagern können. Ebenso kannst Du vorab (also bis spätestens Ende April), Krautköpfe bei uns vorbestellen, wenn Du selbst Sauerkraut machen willst. Ab 5 Köpfen bauen wir das Kraut für Dich mit an.

Kann ich bei Euch auch ohne an der Solawi teilzunehmen, Getreide, Kartoffeln oder Kräuterteemischungen kaufen?

Das kannst Du alles auch außerhalb der Solawi bei uns kaufen, weil wir diese Produkte einfach über einen langen Zeitraum lagern können. Gemüse gibt es jedoch wie oben beschrieben auschließlich über die Solawi, um Überproduktion und Ressourcenverschwendung zu vermeiden.

Was ist der Unterschied zu einer Bio- oder Gemüsekiste?

Die Bio Gemüse Kooperative ist ein solidarisches Landwirtschaftsprojekt, das einen Gegenpol zu herkömmlichen Dienstleistungskonzepten darstellt. Haushalte und unser Hof schließen sich zu einer solidarischen Gemeinschaft zusammen und tragen gemeinsam das Risiko der landwirtschaftlichen Produktion. Wir verstehen uns nicht als Dienstleister, sondern als Gemeinschaft.

Mit Deiner Anmeldung wirst Du erweiterter Teil unseres Hofes. Du finanzierst mit Deinem monatlichen Beitrag den Anbau Deines Gemüses und erhältst dafür Deine Ernte. Das Gemüse hat keinen Preis. Durch die Abnahmeverträge haben wir Planungssicherheit und müssen keine unnötigen Ressourcen verschwenden und mehr produzieren, als notwendig ist.

Gemüsekisten sind Dienstleistungen. Sie werden meist von mittleren bis größeren Betrieben, die auch an Supermärkte oder andere große Abnehmer wie die Gastronomie liefern, zusätzlich angeboten. Das Gemüse hat Preise, die sich nach dem Markt richten und somit auch die Produktion dem Druck des Marktes unterworfen ist und auf Effizienz und Ökonomie ausgerichtet werden muss. Durch die Anmeldung der TeilnehmerInnen können wir hingegen anabhängig vom Druck des Marktes arbeiten und haben Spielraum für einen individuellen kleinstrukturierten Anbau in Mischkultur.

Bei Gemüsekisten werden die Kisten von den Betrieben an die Haustüre geliefert, ebenso bei Food Coops. So fahren etliche verschiedene Anbieter parallel in etliche verschiedene Orte, um die Leute zu versorgen. Wir versorgen hauptsächlich lokal, d.h, die TeilnehmerInnen leben in unserer direkten Umgebung, also im Dorf oder in den Nachbardörfern und erreichen uns auch zu Fuß oder mit dem Rad, um ihr Gemüse bei uns abzuholen. Unsere Vison ist eine lokale Versorgung der Menschen in ihrer direkten Umgebung mit wertvollen Lebensmitteln aus ihrer direkten Umgebung.

Was ist solidarische Landwirtschaft?

Auf dieser Website findest Du genauere allgemeine Infos zu Solawis. Jede Solawi hat ihre eigenen Regeln und unetrscheidet sich von den anderen.

Solidarische Landwirtschaft ist aber grundsätzlich eine faire Gemeinschaft aus TeilnehmerInnen/Haushalten und ProduzentInnen/Höfen, in der gemeinsam das Risiko der landwirtschaftlichen Produktion getragen und gemeinsam Verantwortung für den Anbau unserer Lebensmittel übernommen wird.

Die ProduzentInnen übernehmen dabei den praktischen Teil und die TeilnehmerInnen finanzieren den Anbau normalerweise mit einem fixen Jahresbeitrag, der alle anfallenden Kosten wie zum Beispiel Arbeitszeit, Betriebsmittel, Maschinenensatz, Pflanz und Saatgut trägt. Die Mitglieder treffen dabei üblicherweise auch gemeinsam Entscheidungen bezüglich der Produktion. Bei der Bio Gemüse Kooperative hingegen werden die Kosten monatlich mit einem fixen Beitrag beglichen, und alle Entscheidungen die die Produktion betreffen, von mir als Expertin selbst getroffen. Am Anfang der Saison mache ich eine Umfrage unter den TeilnehmerInnen, bezüglich der Gemüsesorten, die angebaut werden sollen.

Bei den meisten Solawis gibt es Mithilfetage, an denen sich die TeilnehmerInnen auch selbst aktiv am Anbau beteiligen. Bei uns dürfen die Mitglieder gerne jderzeit mithelfen, sofern sie das wollen, es gibt aber keine fixen Mithilfetage.

Die TeilnehmerInnen der BIGEKO sind Teil unserers Hofes, können bei Wunsch auf den Feldern mithelfen oder schauen, wo und wie ihr Gemüse wächst. Sie erhalten in unserem Blog Infos und Fotos zum aktuellen Stand auf den Feldern. Außerhalb der Covid Zeiten machen wir normalerweise ein Erntdankfest und auch Feldführungen sind möglich. Somit werden die TeilnehmerInnen aktiv in die landwirtschaftliche Produktion eingebunden, wenn sie das wollen.

Ich wohne in Innsbruck, kann ich auch teilnehmen?

Unser Ziel ist es, Menschen aus unserer direkten Umgebung, also aus Sitrans und den umliegenden Dörfern mit unserem Gemüse zu versorgen, damit keine weiten Fahr- und Transportwege entstehen. Wenn Du in Innsbruck lebst, sollte Dir klar sein, dass Du einmal pro Woche in Sistrans Dein Gemüse abholen musst und solltest Dir auch überlegen, ob das umweltschutz- und klimafreundlich ist. Wenn Du sowieso in der Gegend arbeitest, mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst oder aus anderen Gründen regelmässig herauf fährst, macht es sicher Sinn, Dein Gemüse bei uns abzuholen.

Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar, der Bus von und nach Innsbruck fährt halbstündlich und unser Hof liegt nur 3 Minuten von der Bushaltestelle entfernt. Mit der Linie „J“ kann man mit dem Rad bis nach Lans oder Igls fahren und mit dem Fahrrad nach Sistrans.

In der letzten Saison gab es eine Gruppe aus Innsbruck, die sich die Abholung selbständig aufgeteilt hat.

Gibt es Produkte von anderen Produzenten bei Euch zu kaufen?

Alle Produkte der Bio Gemüse Kooperative werden von uns selbst an unserem Hof produziert. Es wird kein Gemüse von außen zugekauft!

Wir wollen aber gerne dort wo es Sinn macht, die Möglichkeit schaffen, zusätzlich und somit außerhalb der BIGEKO Produkte von weiteren kleinen Bio ProduzentInnen aus unserer direkten Umgebung zu beziehen.

Sinn macht es aus unserer Sicht dann, wenn es diese Produkte in unserer unmittelbaren Umgebung nicht gibt bzw. diese lokal nicht hergestellt werden, dafür nicht extra im Überschuss produziert werden müssen, also nur dann, wenn die ProduzentInnen entweder Ware übrig haben, weitere solidarische Projekte unterstützt werden, also die TeilnehmerInnen der BIGEKO auch an anderen solawis teilnehmen oder die Ware lagerfähig und somit in größeren Vorratsmengen bestellbar ist. Außerdem sollen dafür nicht unnötige lange Transportwege für kleine Mengen anfallen. Wir sehen es nicht als sinnvoll an, viele kleine Food Coops an verschiedenen Orten von vielen verschiedenen ProduzentInnen mit weiteren Transportwegen beliefern zu lassen. Wir stehen für lokale Versorgung.

Das bedeutet konkret, wir wollen bei Interesse und Bedarf gemeinsam Groß- und Sammelbestellungen bei ProdzentInnen aufgeben, wann und wie es sinnvoll ist. Dafür wollen wir zukünftig mit einer software arbeiten, die eine einfache Bestellung und Bezahlung der Produkte direkt an die anderen ProduzentInnen ermöglicht.

Wir haben seit mehreren Jahren eine Kooperation mit „gutefruecht“, die alte Obstgärten in Natters und Absam betreiben und die uns bei Bedarf und wenn eine Lieferung mengenmässig Sinn macht, mit Obst und weiteren Obstprodukten wie Essig und Senf auf Bestellung versorgen.

Vom Franzelerhof in Absam bekommen wir bei guter Ernte im Sommer Bio Tomaten auf Bestellung.